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Liveticker der KPV (kommunalpolitischen Vereinigung)

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Rüdiger Steffensen war zwei Mal Bürgermeister, jetzt ist Schluss

Rüdiger Steffensen Bgm001Boostedt. „Es macht mir immer noch viel Spaß. Und ich bin nach wie vor überzeugt, dass wir hier vor Ort die Aufgabe haben, etwas zu gestalten. Diese Herausforderung habe ich immer gerne angenommen“, sagt der Boostedter Bürgermeister Rüdiger Steffensen (CDU). Eine Aufgabe, die er künftig anderen überlässt, denn für Steffensen ist mit Ablauf der derzeitigen Amtszeit Schluss. Auch auf die Aufstellung auf der Liste für die Kommunalwahl im Mai hat der seit 1978 in der Gemeindevertretung wirkende Steffensen diesmal verzichtet.

„Ihr müsst euch Gedanken machen. Man muss nicht immer nur das tun, was man darf, sondern bei dem bleiben, was man will“, erinnert sich der CDU-Politiker an einen Rat, den er vom Leitenden Verwaltungsbeamten Hans-Detlef Hagge erhielt. Das war 1993, und Steffensen hatte gerade zum ersten Mal sein Amt als Bürgermeister in Boostedt angetreten.

In dieser Position blieb der heute 73-Jährige zunächst bis 1998. In der darauffolgenden Legislaturperiode übernahm er das Amt des Stellvertreters an der Seite von Manfred Stankat (SPD). Die Wahl 2003 entschied die CDU dann wieder für sich, und Rüdiger Steffensen steht seitdem als Chef der Gemeindevertretung in vorderster Front. „Boostedt ist eine Gemeinde, in der man das Amt des Bürgermeisters nicht nebenbei ausfüllen kann. Rund 60 bis 70 Termine monatlich sind zu besetzen. Die Entwicklung des Ortes ist rasant“, erläutert Steffensen.

Freude empfindet er rückblickend besonders über die Restaurierung des Dorfgemeinschaftshauses „Hof Lübbe“ zum Anfang der 80er-Jahre. „Damit wurde ein Ortsmittelpunkt geschaffen, der bis heute gut angenommen wird. Das war ein tolles Erlebnis“, sagt er. Stolz ist der Noch-Bürgermeister der 4500-Seelen-Gemeinde auch auf die Nahversorgung sowie die Gemeinschaftsschule: „Auf Anraten der Rektorin Dagmar Drummen haben wir für die Schule, die eigentlich Regionalschule werden sollte, gekämpft und gewonnen. Und das über alle Parteigrenzen hinweg“, sagt er. Für den CDU-Politiker war das parteipolitische Gerangel sowieso immer nebensächlich. „Ich habe immer versucht, die Parteipolitik außen vor zu lassen. Schließlich geht es um Boostedts Zukunft und da bringen ideologische Streitereien gar nichts“, ist er überzeugt.

Noch immer enttäuscht und voller Unverständnis beurteilt Rüdiger Steffensen indes die Schließung der Rantzau-Kaserne. „Die Art und Weise, wie man uns vor vollendete Tatsachen gestellt hat, kann ich immer noch nicht verstehen. Und schließlich wurde ja in die Kaserne auch immer investiert“, sagt er und ergänzt: „Doch der Blick muss nun nach vorn gerichtet sein. Das Bürgerinteresse ist groß, und das Gelände hat Potenzial“.

Über seine persönliche Zukunft hat sich der scheidende Bürgermeister noch keine Gedanken gemacht. Eines ist aber sicher: Für seine Frau Regine (73) und seine Enkelkinder wird er fortan wohl etwas mehr Zeit haben.

Quelle: Holsteinischer Courier vom 22.04.2013